Stellenausschreibung

RomaTrial e.V. sucht für Projekte des BARE Netzwerks  „Berliner Bündnis gegen Antiziganismus und für Rom*nja-Empowerment Berlin“ zum 01. September 2022 in Berlin eine

Projektleitung (ca. 15 Stunden/Woche angelehnt an TV-L E11)

Die Position ist leider bis zum 31. Dezember 2022 befristet, aber wir gehen von einer Projektverlängerung in 2023 aus. Sehr gerne streben wir dann einen erhöhten Stundenumfang und längere Sicherheit an.

Wer sind wir?

RomaTrial e.V. ist eine transkulturelle Selbstorganisation von Rom*nja und Nicht-Rom*nja, die neue gesellschaftliche Räume für selbstbestimmte Stimmen von Rom*nja und Sinti* schafft, einen Perspektivwechsel herbeiführen, Antiziganismus abbauen und damit zur freien und demokratischen Gesellschaft beitragen möchte.

Wir sind vor allem in den folgenden drei Bereichen aktiv: Auf dem Gebiet „Bildung und Jugend“ empowern wir junge Rom*nja und bilden sie zu Peer-Trainer*innen aus. Im Bereich „Kunst und Kultur“ organisieren wir das jährlich stattfindende Filmfestival AKE DIKHEA? sowie die Roma-Biennale. Im Bereich „Wissen und Politik“ vermitteln wir fehlende Kenntnisse und Anliegen, organisieren Veranstaltungen anlässlich des Internationalen Tags der Roma am 8. April oder des Internationalen Gedenktags an den Genozid an Sinti und Roma am 2. August, und betreiben politische Bündnisarbeit mit anderen antirassistischen Organisationen.

Kurzbeschreibung des Projekts

BARE ist eine Abkürzung von „Bündnis gegen Antiziganismus und für Rom*nja-Empowerment“.
„Bare“ heißt auf Romanes auch „groß/stolz“ und der Name ist Programm!

Als Netzwerk starteten wir vor über einem Jahr. Ein Fokus unserer Arbeit lag auf der politischen und solidarischen Begleitung vieler Friedrichshainer Rom*nja-Familien in ihrem Kampf gegen Verdrängung und Empowerment-Arbeit mit Rom*nja und jungen Menschen . BARE setzt hierbei an der Schnittstelle von sozialer und politischer Arbeit an.

Unser Team, bestehend aus Rom*nja und Nicht-Rom*nja, stärkte dieses Jahr die Community-Arbeit mit einer Frauen-Kochgruppe, Frauen-Empowermentgruppe sowie einem Nachbarschaftsfest zu Herdelezi im Wedding. Die Veranstaltungsreihe “BARE-Perspektiven. Rom*nja in Berlin” führt die öffentliche Lobbyarbeit fort, begleitet durch Social Media, Pressearbeit und die Pflege von Advocacy-Kontakten. (Für weitere Einblicke: bare.berlin und Social Media)

Für 2023 streben wir zwei Vertiefungen und Ausdifferenzierungen für BARE an. Wir suchen eine Projektleitung, die einen der beiden Bereiche selbständig leitet und den anderen später im Team mitgestaltet.

-> Community-Building, niedrigschwellige Empowermentarbeit und Stärkung von Selbstwirksamkeitserfahrungen von Rom*nja. Als ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit soll im Grünen Salon der Volksbühne eine offene Räumlichkeit und Plattform für Community-Arbeit und ein neuer bestärkender Ort für Berliner Rom*nja  initiiert und koordiniert werden.

-> Daneben planen wir den Ausbau der Interessenvertretung Berliner Rom*nja, Stärkung ihrer gesellschaftlichen und politischen Teilhabe und Vernetzungsarbeit. Wohnraum und Zugang zu Wohnraum werden dabei wichtige Themen bleiben.

Die Aufgaben der Bereiche, für die wir suchen:

1. Community-Arbeit und Empowerment:

  • Planung, Beantragung, Koordination von Empowerment-Projekten mit Berliner Rom*nja
  • Enge Begleitung von weiteren Projektmitarbeitenden in der Umsetzung von Empowerment-Projekten sowie Koordination von weiteren Mitarbeitenden
  • Austausch mit Mitgliedern des Bündnisses, insbesondere aus dem Bereich der Sozialen und Jugendarbeit
  • Überwachung der  Projektfinanzen und enge Abstimmung mit der Verwaltungsfachkraft bezüglich der Abrechnung der Fördermittel

Profil:

  • Sehr gute Kenntnisse im Projektmanagement, Projektleitung und Koordination auch von Projekmitarbeitenden/-teams
  • Erfahrungen in der Konzeptentwicklung, in der koordinierenden Umsetzung von verschiedenen Projekten und Maßnahmen
  • Kenntnisse von Romanes von sehr großem Vorteil – Rumänisch, Bulgarisch oder Serbisch hilfreich
  • Abgeschlossenes Hochschulstudium vorzugsweise der Sozialen Arbeit, der Sozialwissenschaften, Pädagogik oder von verwandten geisteswissenschaftlichen Fächern oder vergleichbare Qualifikation/Arbeitserfahrung
  • Erfahrung mit Arbeit in zivilgesellschaftlichen (Selbst-)Organisationen, ehrenamtlich oder professionell
  • Sehr gute Beherrschung der gängigen Office-Programme sowie gute Kenntnis von Team-Management-Tools (Slack, Trello, GoogleDocs etc.)
  • Diversity-Kompetenz, sicheres Auftreten und Networking-Kompetenz
  • Hohes inhaltliches Interesse an Bekämpfung von Antiziganismus, Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung
  • Hohe Sensibilität für rassistische und diskriminierende Denk- und Verhaltensmuster
  • Eine eigenständige und strukturierte Arbeitsweise
  • Neugier, offene und ehrliche Kommunikation
  • Die Flexibilität an 1-2 Abend- oder Wochendendveranstaltungen pro Monat teilzunehmen
  • Wohnsitz in Berlin

2. Interessenvertretung und Advocacy gegen Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja

  • Selbständiges Monitoring der relevanten politischen Entscheidungsprozesse auf Landesebene, Teilnahme an Sitzungen und Vermittlung der Prozesse und wichtigen Entscheidungen und Kenntnissen an Berliner Rom*nja und ihre Selbstorganisationen
  • Verfassen von politischen Stellungnahmen, offenen Briefen, Pressemitteilungen
  • Organisation von Netzwerktreffen und Veranstaltungen
  • Inhaltliche und bestenfalls technische  Ausgestaltung von Social-Media-Inhalten (Bilder, Grafiken, Video)
  • Aufbau und Pflege von Advocacy-Kontakten
  • Vernetzung mit weiteren relevanten Akteur*innen und Netzwerken
  • Leitung der thematischen Zusammenarbeit mit dem erfahrenen, engagierten Vorstandsteam

Profil:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium vorzugsweise der Politikwissenschaften, der Sozialwissenschaften, der Sozialen Arbeit oder von verwandten geisteswissenschaftlichen Fächern bzw. vergleichbare Qualifikation/Arbeitserfahrung
  • Identifikation mit den Zielen des Bündnisses und persönliche Erfahrung mit antirassistischem Engagement und Berliner Akteur*innen
  • Detaillierte Kenntnisse der politischen Abläufe und Entscheidungsträger*innen auf Landesebene (und Bezirksebene) für unsere thematischen Schwerpunkte (Antirassismus, Teilhabe, Migration, usw.)
  • Fundierte und umfassende Kenntnisse in den Themenbereichen und politischen Diskursen zu Teilhabe, Antidiskriminierung, Intersektionalität, Antiziganismus, Rassismus
  • Erfahrungen in der Netzwerk, Bündnis- oder Kampagnenarbeit
  • gute Deutschkenntnisse, Romanes oder weitere Sprachen von Vorteil
  • Strategische Kenntnisse der Platzierung von relevanten Themen im öffentlichen und politischen Diskurs
  • Erfahrung im souveränen Umgang mit Politiker*innen und  Pressekontakten
  • Hohes inhaltliches Interesse an Bekämpfung von Antiziganismus, Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung
  • Hohe Sensibilität für rassistische und diskriminierende Denk- und Verhaltensmuster
  • Eine eigenständige und strukturierte Arbeitsweise
  • Neugier, offene und ehrliche Kommunikation
  • Sehr gute Beherrschung der gängigen Office-Programme sowie gute Kenntnis von Team-Management-Tools (Slack, Trello, GoogleDocs etc.)
  • Diversity-Kompetenz, sicheres Auftreten und Networking-Kompetenz
  • Die Flexibilität an 1-2 Abend- oder Wochendendveranstaltungen pro Monat teilzunehmen
  • Wohnsitz in Berlin

Wir bieten:

  • Vergütung nach TV-L, E11 bei entsprechender Qualifizierung
  • Die Möglichkeit unsere Community-Arbeit und die Interessenvertretung  von und für Rom*nja in Berlin mit zu prägen
  • Mitgestaltung einer dynamisch wachsenden, innovativen und diversen Organisation
  • Intensive Einarbeitung durch den Vorgänger
  • Monatliche Supervision, regelmäßige Teamsitzungen, kollegialer Austausch 
  • Individuell angepasste, familienfreundliche Arbeitsteilung, mit Home-Office-Option


Wenn dich die Ausschreibung anspricht, zöger nicht dich auch informell beim bisherigen Koordinator Felix Baller: 0178 879 26 97 (Mo-Mi) zu melden.

Bewerbungsschluss: 26. Juli 2022

Insbesondere Bewerbungen von Frauen*, Romnja, Sintizze, People of Color, Schwarzen Personen, Trans*Inter*NonBinary-Personen werden bei gleicher Eignung bevorzugt behandelt und sind im Hinblick auf die Diversität unseres Teams ausdrücklich erwünscht.

Bitte richtet eure Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf und relevante Zeugnisse oder Arbeitszeugnisse) in einer PDF-Datei zusammengefasst an: info@bare.berlinDie Bewerbungsgespräche werden am 1. und 2. August stattfinden.